Dienstag, 2. Dezember 2014

2014 - Rundreise USA - Niagarafalls - Buffalo - Pittsburgh

An diesem Tag sind wir sehr früh aufgestanden, da wir eine längere Strecke vor uns hatten. Meinen Morgenspaziergang habe ich freiwillig abgekürzt, denn das Wetter hat mir gar nicht gefallen. Es nieselte so vor sich hin, das Thermometer war ins "Einstellige" gefallen und überhaupt - ich hasse Regen! Also irgendwie genau der richtige Tag, um im Auto durch die Gegend zu fahren.

Diese Straßen, denen man mit den Augen über viele Meilen folgen konnte, waren schon "spannend", zumindest habe ich das den Begeisterungsäußerungen meiner Reisebegleiter entnommen.

   
 
Also - jede Menge Gegend an diesem Tag und nur recht selten zeigte sich der Himmel freundlich. Schön anzusehen war allerdings trotz des etwas trüben Tages die Natur in ihren wunderschönsten Farbschattierungen von Gelb, Rot, Grün und Braun.
 
UND - dieser Tag war der Tag der merkwürdigen Straßenschilder. Hier ein paar schöne Beispiele:
 




Das Schild mit dem LKW ist ja vom Grundsatz her nicht so falsch, wenn es nicht an einer Straße gestanden hätte, die fast schnurgerade und maximal hügelig daher gegangen ist, obwohl es im Verlauf dieser Strecke schon etwas achterbahnartig rauf und runter ging und da fand man dann kein solches Schild mehr. Vielleicht hat es sich bei diesem Schild ja um eine Vorankündigung gehandelt ;-) Auch Skifahrer, die die Straße kreuzen, wurden angekündigt, was uns im Nachhinein und nachdem vor allem Buffalo, wo wir an diesem Tag noch durchkommen werden, gerade erst von Schneemassen eingedeckt wurde, nicht mehr wundert.

Als es zwischendrin einmal für kurze Zeit aufgehört hat zu regnen, sind wir in einem kleinen, recht hübschen Ort mit dem Namen Cazenovia ausgestiegen und haben einen Schnüffelspaziergang unternommen. Ich kann Euch sagen, so ein Hydrant ist die beste Bildzeitung, die ich kenne! Da hatte ich erst einmal jede Menge zu tun. Also, zuerst einmal alle Nachrichten lesen und dann selbst welche hinterlassen - ist doch klar!
 
Und weil Herrchen und Frauchen da viel Verständnis für mich gezeigt haben, bin ich dann auch mit ihnen in ein kleines hübsches Kaffee gegangen, wo man draußen sitzen konnte und habe geduldig gewartet, bis Apfelkuchen (die Stücke waren riesig!) und Milchkaffe (auch riesig) vertilgt waren - Foto inklusive, schließlich bin ich ja kein Un"hund".

Leider hatte es nur für kurze Zeit aufgehört zu nieseln und so haben wir dann schnell unsere Reise fortgesetzt. Ein bisschen kam es uns so vor, als wären wir all diese Straßen bereits gefahren, so ähnlich waren sich Landschaft und Straßen.

Ich hab es mir dann irgendwann auf Frauchens Schoß gemütlich gemacht und eine Schlafrunde eingelegt. Am Abend sind wir in Niagara angekommen und waren alle recht müde. Also haben wir unser Hotel aufgesucht und sind früh zu Bett gegangen.

Am anderen Morgen sind wir dann zu den Niagarafällen gefahren. Es war ziemlich kalt aber es hatte Gottseidank aufgehört zu nieseln. Ich habe ein Shirt angezogen bekommen (ich mag es gar nicht, wenn's kalt ist) und darüber mein Geschirr mit dem molligem Innenfutter - hat übrigens Frauchen für mich genäht -.
 
TOLL - BEEINDRUCKEND - GEWALTIG sind die Worte, die den Menschen beim Anblick dieser Wassermassen einfallen.
 

Na gut! Irgendwie kam's ganz schön feucht daher und mein Interesse galt eher anderen Gegenständen.
Nachdem meine Leute lange genug geschaut und ich lange genug geschnüffelt hatte, haben wir noch ein paar Erinnerungsfotos gemacht. Die Dame auf dem unteren Bild hat gefragt, ob Sie ein Foto von mir machen darf - durfte sie natürlich, ist doch klar. Nicht, dass ich eitel wäre, aber sie war so nett, dass wir dann gleich noch ein Foto mit ihr zusammen gemacht haben zur Erinnerung.
 
 
Die Stadt, die man im Hintergrund der Fotos sieht, ist übrigens Toronto/Kanada und dort käme man hin, wenn man über die Brücke s.u. gehen würde. Mein Interesse galt auch hier eher dem Kameraden am Baum. Ich habe ihn sogar angesprochen, leider hat er so gar nicht  reagiert. Ich nehme mal an, er sprach nicht meine Sprache. Schade.

Kurzfristig haben wir nach dem Besuch der Niagarafälle beschlossen, nicht noch einmal zu übernachten, sondern noch weiterzufahren bis Pittsburgh, da es noch relativ früh am Tag war.

Herrchen hat noch schnell eine Ansichtskarte gekauft und dann ging's on the Road again.
Mir war das Recht, denn ich liebe Autofahren, wenn ich rausschauen kann.
Noch ein Abschiedsfoto von Niagara und schon waren wir auf dem Weg über Buffalo nach Pittsburgh.




Beim Anblick des Straßenschildes links hat Frauchen uns mal wieder mit einer Strophe eines Gedichtes überrascht:

Die "Schwalbe" fliegt über den Eriesee, Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo - Die Herzen aber sind frei und froh.



  • Leider ein etwas tragisches Gedicht - aber was den Menschen so einfällt bei einem einfachen Straßenschild..........

Connecticut Street Armory, Buffalo
Home to the 74th Regiment of the New York National Guard




Buffalo haben wir nur durchfahren. Dabei sind wir direkt am Rathaus vorbei gekommen. Ein sehr schönes Art Deco Gebäude.

Wir haben gemeinsam beschlossen, dass der Weg das Ziel ist.

Der Himmel war auch an diesem Tag leicht "verhangen" und passte genau zu dem, was uns dann vor die Linse kam:

Und NEIN - wir sind immer noch auf dem Weg nach Pittsburgh.
Die Straße führte uns durch große Weinanbaugebiete. Auch das Wetter war auf dem Weg der Besserung. Die Sonne ließ sich ab und zu wieder sehen und Bäume und Sträucher in den schönsten Herbstfarben leuchten.
 





  
Bei diesem "Kameraden" hier haben wir uns gefragt, ob es wohl
seine Aufgabe ist, die Biscuits zu bewachen, die auf dem
Schild angekündigt werden.

Übrigens - bevor jemand fragt - selbstverständlich habe ich meine Schnüffelpausen bekommen.


Zum Beispiel hier in diesem kleinen Straßendorf irgendwo auf der Strecke. Es war, als wäre die Zeit stehen geblieben. Herrchen meinte, wenn hier keine Autos stünden und die Straßen ohne Asphalt wären, könnte man glauben, dass plötzlich Cowboys und Indianer auf Pferden um die Ecke kommen.



Geschäfte und Auslagen wie aus dem 50er Jahren.
Leider passte der Pepsi-Automat so gar nicht ins Bild.
Ok, auf dem Foto kann man mal wieder wie so oft sehen,
wer sich von uns Männern hier für was interessiert.
 



Aber meistens verstehen wir uns "blind" und warten auch gemeinsam
geduldig, wenn Frauchen in irgendwelchen Geschäften verschwindet.
 

Und auch das gehört zum Bild einer Landschaft. Nicht immer ist alles nur schön.


 
Alles in allem war es bisher eine tolle Reise.
 
Mit Einsetzen der Dunkelheit haben wir Pittsburgh erreicht. Das letzte Stück sind wir über den Highway gefahren, da wir ansonsten unser Hotel nicht gefunden hätten. Herrchen hat das prima hinbekommen, obwohl er meinte, New York bei Nacht sei einfacher zu fahren gewesen als Pittsburgh. Lauter Baustellen und keine richtigen Umleitungen, da hat auch unser Navi gestreikt.
 
Auch an diesem Abend sind wir ziemlich müde ins Bett gefallen. Ich beende an dieser Stelle meinen Bericht für heute. Das nächste Mal geht's dann weiter mit Pittsburgh. Danach folgt Baltimore und Washington.
 
Bis dahin eine gute Zeit
 
Euer Rocky
 
 
 Von Anfang an geht's hier lang 
 
 

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